Warum ich United Love gegründet habe
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Gibt es genug T-Shirts auf der Welt? Eindeutig. Sogar viel zu viele. Wird ein Logo oder eine Marke die Welt verändern? Nie im Leben. Warum also noch eine gründen? Diese Frage habe ich mir lange selbst gestellt.
Und am Ende doch noch eine gegründet: United Love. Geht es dabei wirklich um Liebe? Natürlich. Wie der Name schon sagt. Nur nicht über die Liebe, an die die meisten Menschen wahrscheinlich zuerst denken: Romantik, den Valentinstag, Flugzeuge im Bauch am Anfang einer Beziehung, ihr wisst schon. Sondern über etwas Ruhigeres. Und gleichzeitig etwas viel Größeres.
Ich glaube, Liebe ist das, was das Leben verbindet. Nicht nur Menschen. Alles, was lebt. Vielleicht klingt das für jemanden naiv oder gar seltsam. Damit kann ich gut leben.
Irgendwann ist mir etwas aufgefallen: Wir tragen doch jeden Tag Ideen. Wir nennen sie nur Kleidung. Ein FC Sankt Pauli Trikot, ein Rolling Stones Hoodie, ein Brioni Anzug, eine DHL Uniform. Keines davon ist einfach nur Stoff. Alle sagen etwas. Auch wenn wir selbst nichts sagen.
Ab diesem Moment habe ich aufgehört, über T-Shirts nachzudenken. Von da an ging es um Botschaften. Das T-Shirt wurde einfach der Ort, an dem diese Botschaften leben können.
Jedes Design beginnt auf dieselbe Weise. Etwa mit Photoshop, Typo, einer Skizze? Nicht ganz. Sondern mit dieser Frage: Ist das wirklich etwas, das es wert ist, gesagt zu werden? Wenn die Antwort Nein ist, wird es nicht gedruckt.
Ich glaube nicht, dass ein T-Shirt das Leben eines Menschen verändern kann. Das wäre ganz schön arrogant. Aber vielleicht kann es ein Gespräch anfangen. Vielleicht bringt es jemanden zum Lächeln. Vielleicht bleibt jemand fünf Sekunden stehen und denkt nach.
Manchmal reicht das schon.
Deshalb habe ich United Love gegründet. Nicht weil die Welt noch eine Modemarke braucht. Sondern weil sie vielleicht noch ein gutes Gespräch gebrauchen kann.
Love is the message.